Das Gesundheitswesen, die Krise und der Kapitalism

28.November 14:00 Uhr Archiv

+++ 1.Advent +++ Nach derKirche ins Archiv! +++

Vortrag und Diskussion am 28.November, 14 Uhr, Archiv Potsdam. Leipziger Straße 60

Einlassbedingung: 2G, geimpft oder genesen.

Zusätzlich Livestream unter: https://youtu.be/ALG1pj5u8pY

Seit der Coronapandemie titeln die Schlagzeilen, dass unser Gesundheitssystem in der Krise steckt – so viele Patient:innen können nur durch Überbelastung des Personals behandelt werden, es mangelt an Equipment und Logistik. Doch schon vor dem Virus waren die Zustände in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen u.Ä. weder für Personal noch Patient:innen hinnehmbar – wir allerdings haben kaum darüber gesprochen. Den Grund für miserable Arbeitsbedingungen und mangelnde Versorgung sehen wir in der Durchkapitalisierung des Gesundheitswesens hier und überall auf der Welt.
Wir wollen mit euch darüber sprechen, was das eigentlich heißt: Welche Auswirkungen hat die Profitorientierung des Care-Sektors auf Patient:innen, Beschäftige und uns als Gesellschaft und warum ist es wichtig, darüber zu sprechen und sich dagegen zu wehren, auch wenn wir nicht im Gesundheitssektor arbeiten. Konkret wollen wir uns überblicksartig mit den Verhältnissen im städtischen Krankenhaus auseinandersetzen und mit der Frage, weswegen es eigentlich trotz der Missstände so selten Arbeitskämpfe wie den an der Berliner Charité gegeben hat. Wir wollen außerdem mit euch darüber sprechen, wie wir Bewegungen wie diese als potentielle Patient:innen konkret unterstützen können und das Thema in unsere politischen Aktionsfelder einbeziehen können.

Die Patient:innen gegen die kapitalistische Leidkultur sind ein loser Zusammenschluss mit festem Kern aus Potsdamer Aktivistis, die mit Aufkommen der Coronakrise ihre Aufgabe darin sahen und sehen, linke Staats- und Gesellschaftskritik auf die Straße zu tragen, dabei die Auseinandersetzungen zwischen den Klassen klar zu benennen und diejenigen zu unterstützen, die im Zuge des staatlichen Pandemiemanagements allein auf weiter Flur stehen. Wir finden außerdem wichtig, rechten Verschwörungserzählungen und Schwurbelei eine profunde Kritik und alternative Ansätze entgegenzusetzen. Bisher haben wir Demos und Kundgebungen organisiert und Inhalte zum Thema produziert.
Ihr findet und erreicht uns auf twitter unter @patientInnen sowie auf Instagram unter @patient_innen.