Burnout ist politisch

10.April 10:00 Uhr ihr wisst schon wo

Workshop „Burnout ist politisch“
Linke Perspektiven auf Burnout und Stress in sozialpolitischen Bewegungen

10.+11.4.

Sozialpolitisches Engagement verlangt viel Ausdauer. Oft denken wir,
dass wir gut mit Zeiten extremer Anspannung umgehen. Doch der Prozess,
in dem Überforderung zum Normalzustand wird ist oft schleichend. Wir
lernen mit den Symptomen, z.B. den Alarmglocken unseres Körpers, solange
umzugehen, bis es irgendwann nicht mehr klappt.
Konzepte wie Resilienz, also die Widerstandskraft gegen Stress und
Burnout, implizieren meist einen normativen Leistungsanspruch. Die
Ursachen werden personalisiert und folgen häufig neoliberalen
Argumentationsmustern. Das Anliegen ist jedoch politisch.
Es bedarf kritischer Räume, in denen diese systemischen Wirkmechanismen
hinterfragt werden können. Wir, als Teil einer linken Bewegung, müssen
reflektieren lernen, welche neoliberalen Muster innerhalb unserer
Bewegungen verankert sind. Und wir müssen lernen, wie wir uns
gegenseitig zuhören, effektiv stärken und unterstützen können. Das ist
ein Weg, der langfristige Widerstandsbewegungen ermöglicht.

Ziel des Workshops ist die Sensibilisierung für persönliche,
gruppendynamische und gesellschaftliche Symptome, Mechanismen und
Strategien von und gegen Stresserleben, Dauerstress und Burnout. Auf
dieser Basis werden individuelle und kollektive Bewältigungsstrategien
und Handlungsperspektiven für die eigene politische Praxis sichtbar.
Durch Eure Praxisbeispiele und Erfahrungen wird der Workshop interaktiv
mitgestaltet. Theoretischer Input zu Stress-Konzepten und zu Burnout in
politischen Bewegungen erweitert ein kritisches Verständnis.


Anmeldung bitte bis zum 31.03. an: burnout_ist@riseup.net

Mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung