Tagebuch der sanften Quarantäne

20.November 19:30 Uhr Café hausZwei | freiLand

Erik Eising via Zaraffel Gruppe Berlin

In seinem Debüt „Tagebuch der sanften Quarantäne" schickt Erik Eising uns auf eine launenhafte Achterbahnfahrt auf den Infektionskurven der ersten fünf Wochen der Pandemie. Dabei wird dem Schock des Kontaktverbots und der darauffolgenden inneren Leere auf abwechslungsreiche Weise begegnet sowie der Blick der Leser für eine sanfte Freiheit geschärft, für die allein sterile Zimmerluft uns sensibilisieren konnte.

Mit seinem raffinierten Stil, der sich scheinbar direkt vor unseren Augen entwickelt, seinem abgekochten Einfallsreichtum und subtilen Humor, präsentiert der Autor ein detailverliebtes Stück Zeitgeschichte im Gewand einer intimen Geschichte, die uns letztlich doch alle angeht.

Das dabei entfaltete Ineinanderwuchern von Tod und Literatur, von Leben und Digitalem weist diese Lektüre als erste ernsthafte literarische Verarbeitung der jüngsten Vergangenheit aus.

Belletristik, Veröffentlichung 11/2020, 104 Seiten, BoD.