Comix und Politik

23.Oktober 19:30 Uhr Sputnik, Charlottenstraße 28

Comics sind spätestens seit den Hochzeiten der Superheldencomics ein ideologischer Kampfplatz. Im II. Weltkrieg mobilisierten nicht nur bewährte Cartoonhelden wie Donald Duck für den Krieg gegen den Faschismus und Nationalsozialismus, sondern man schuf auch hierfür den Helden Captain America als einen Super-GI. In Zeiten des Kalten Krieges konnte man anhand der Gegner der meist männlichen Superhelden die Großwetterlage erkennen. Aber auch Europas Bildergeschichten waren nicht frei von Rassismus, Antisemitismus und Kolonialismus wie sich bei Tim und Struppi oder den Schlümpfen zeigt. Ein Teil jener Comicfiguren wurde aber auch von der linken Szene in Beschlag genommen – so wurde sich mit der Roten Armee Fraktion (RAF) im Sympathisantenschlumpf solidarisch erklärt, Asterix nahm den Kampf gegen das Atomkraftwerk auf und aus Tim wird ein militanter Anarchist. Daneben gab es natürlich auch immer eine eigene linke Comictradition, die sich mit Zeichnern wie Crump, Shelton und Seyfried umreissen läßt. Anläßlich des Gratis-Comic-Tages wird in einem Vortrag die politische Spannbreite von Comix erörtert.

Leider sind für euch noch ein paar Unannehmlichkeiten mit der Teilnahme verknüpft:

Da die Veranstaltungen "inwändig" stattfinden, können wir nur eine begrenzte Anzahl an Leuten hereinlassen. Dabei gilt bei reger Teilnahme eine Maskenpflicht, bringt also unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz mit.

Außerdem bitten wir um VORANMELDUNG per mail. Das darf natürlich auch unter einem Pseudonym passieren. Dieses Pseudonym solltet ihr euch dann merken bis ihr kommt. Vor Ort müsst ihr dann zusätzlich eure Kontaktdaten in eine Box werfen. Damit das alles reibungslos ablaufen kann, bitten wir euch bereits 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn zu erscheinen. Andernfalls werden wir die Reservierungen aufheben um "Plätze" an diejenigen zu vergeben, die das mit der Voranmeldung verpeilt haben...